Häusliche Gewalt, Partnerschaftsgewalt, das klingt immer irgendwie heimelig und nett, nach Privatsache und vor allem nicht so schlimm wie „echte“ Gewalt, von Räubern und Verbrechern und bösen Männern in der Tiefgarage. Ich glaube mittlerweile: Das Gegenteil ist der Fall. Statt sich nach einem Vorfall in die Geborgenheit und Sicherheit der eigenen vier Wände flüchten zu können, passiert die Gewalt genau da. Immer wieder. Von der Person, die der Frau am nächsten steht und die sie eigentlich beschützen sollte und trösten. Man ist nirgends sicher. Und es sind – direkt und indirekt – ganz oft Kinder mit betroffen. Und man ist noch nicht mal sicher, wenn man sich trennt.